Treibball Adventskalender 2022

Türchen 2

Du bekommst hier unten auf der Seite Antworten auf die Fragen:

  • Wie finde ich einen passenden Ball für Treibball?
  • ​Ist es extra ein Ball nur dafür?​ Oder geht auch ein Gymnastikball?
  • Was ist die​ richtige Ballgröße für meinen Hund?
  • Brauche ich auch einen Ring zum darunter legen?
  • Wo kaufe ich meine Bälle?

Sowie ein Video mit einem bunten Treibball Potpourri, dass Dir einen Einblick in die Vielfältigkeit von Treibball gibt

Im heutigen Video vom 2. Türchen zeige ich Dir einen Querschnitt aus verschiedenen Treibball-Übungen für Beginner, Just for fun, über Fortgeschrittene bis hin zu Spielen an Turnieren. In dem Du auch die verschiedenen Ballgrößen je nach Hund siehst.

 

Das Video gibt Dir zudem einen Einblick in die Vielfältigkeit von Treibball:

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Im folgenden findest Du Antworten auf die obigen Fragen zum Thema: “Wie finde ich den richtigen Treibball für meinen Hund?

Denn ich werde immer wieder gefragt: “Welche Größe des Balls wähle ich am besten für meinen Hund? Und was gibt es bei der Ballwahl sonst noch zu beachten?”

Zu Beginn für die allerersten “Stups-” und “Schieb”-Übungen muss es noch gar kein “richtiger” Treibball sein.

 

1.) Tipps für erste Treibball-Basisübungen noch ohne großen Ball

Ich beginne ganz bewusst immer erst mit verschiedenen anderen Gegenständen und nur manchmal auch schon mit einem etwas kleineren Ball. Denn ich möchte dem Hund erst “erklären”, was er mit den großen Bällen später tun soll und auch schon Signale einüben, wie “Warte” (= schieb noch nicht), “Stups” (= stupse einen Gegenstand und später den Ball einmal leicht an) und daraus entwickle ich dann das “Schieb” (= stupse einen Gegenstand mit der Nase mehrmals an und “schieb” ihn so zu mir.

 
Denn es gibt Hunde, die sich anfangs von sich aus gar nicht für die großen Bälle interessieren, sich sogar davor gruseln… und manche Hunde wiederum finden die großen Bälle ganz schnell so attraktiv, dass sie beginnen sie zu wild zu treiben oder gar versuchen reinzubeißen. Und das sollte man mögllichst gänzlich vermeiden. Da diese Hunde später sonst immer wieder dazu neigen, ganz schnell hoch zu fahren und sich mit den Bällen lieber selbst bespaßen  zu wollen.
 
Das sieht dann zum Beispiel so aus:
 

 

2.) Welche Größe des Balls passt zu Deinem Hund? Und was sind das eigentlich für Bälle?

Treibball spielt man in der Regel mit ganz normalen Gynastikbällen, die auch gerne als Sitzball verwendet werden. Es gibt sie meist mit einem Durchmesser von 42 cm, 45 cm, 55 cm, 65 cm, 75 cm und 85 cm zu kaufen.

Wenn Du einen sehr kleinen Hund hast, dann sind auch kleinere Bälle aus der Spielzeug-Abteilung, die es in verschiedenen Größen und Materialien gibt vollkommen ausreichend. Tolle sehr kleine und schöne etwas größere Bälle mit einem Durchmesser von ca. 30 cm gibt es auch immer mal wieder bei Kaufland, TEDI, KIK, Coop oder Migros. Manche nehmen auch Pilates Bälle.

Alle anderen Hunde spielen in der Regel mit den handelsüblichen Gymnastikbällen. Welche Größe dabei die richtige ist, hängt unter anderem von der Größe, aber auch vom späteren Treibstil Deines Hundes ab.

Faustregel für den Anfang:

Neigt Dein Hund dazu, mit den Vorderpfoten auf den Ball zu steigen oder in den Ball hineinbeißen zu wollen – größere Bälle verwenden. Und zeigt Dein Hund zu Beginn Unsicherheit oder hat anfangs sogar Angst vor großen Bällen, dann kleinere wählen.


3.) In der Regel ist die Schulterhöhe Deines Hundes ein guter Maßstab

Meine Border-Collies haben eine Schulterhöhe von ca. 53 cm. Und sie spielen mit Bällen mit einem Durchmesser von 55 cm am besten und am liebsten. Sie spielen auch 45er oder 65er Bälle. Theoretisch können sie auch noch kleinere und noch größere schieben. Aber je kleiner der Ball ist, umso beschwerlicher ist er für manche Hunde zu schubsen, die gerne mit höherem Kopf und der Brust treiben. Dann stolpern sie manchal darüber im Rennen, wenn der Ball bei einer Unebenheit kurz stockt und purzeln darüber und können sich dabei weh tun. Und wenn der Ball zu groß ist, kann dein Hund, wenn er hinter dem Ball steht oder läuft, Dich und Deine Sichtzeichen nicht mehr gut sehen und auch nicht so gut, wohin er mit dem Ball läuft.

4.) Doch die ideale Ballgröße, je nach Größe des Hundes, gibt es nicht

Je nach individueller Treibtechnik des Hundes kann es sein, dass zum Beispiel zwei gleichgroße Border-Collies mit Bällen sehr unterschiedlicher Größe am besten zurechtkommen. Mein Merlin treibt mit hoher Nase und schubst den Ball mit seiner linken Wange und der Brust vor sich her und hält den Ball zusätzlich mit seinem linken Bein gerade auf Kurs. Am liebsten spielt er mit 55 cm großen Bällen. Sind sie größer, hat er manchmal Probleme, das Tor auf Anhieb zu treffen, da er mich schlecht sieht. Sind die Bälle kleiner purzelt er beim Treiben, wenn der Ball in einer Bodenwelle kurz stockt, manchmal halb über den Ball.

Mein Malouk schob die Bälle fast ausschließlich mit der Nase und sehr tiefem Kopf in Schlangenlinien vor sich her. So dass er sein Ziel immer wieder sah. Bei ihm war die Größe der Bälle egal. Und mit der Zeit hat er sehr viel Geschick entwickelt, den Ball in einer extremen Geschwindigkeit und sehr zielgenau zu mir zu schieben. Er liebte es aber auch kleinere Bälle mal in die Luft zu schnicken und sie wie ein Seehund ein paar Meter in der Luft auf der Nase zu halten 🙂

 

5.) Unterschiedliche Treibtechniken der Hunde und entsprechende Ballwahl

Die Hunde entwickeln mit der Zeit alle eine individuelle Treibtechnik. Je nachdem, wie sie meinen den Ball am besten vorwärtsbewegen zu können. So zum Beispiel mit der Nasenspitze, dem Nasenrücken, den Wangen, der Brust, den Pfoten… Wenn es mit der Technik, die Dein Hund von sich aus wählt gut klappt – super!

 

rEs ist aber auch möglich die Treibtechnik durch entsprechendes Training zu beeinflussen und in Richtung einer anderen Art und Weise zu fördern, wenn einem die selbst gewählte Treibtechnik des Hundes nicht gefällt. Zum Beispiel, weil er mit offenem Maul und den Zähnen an den Ball möchte. Oder mit den Pfoten versucht zu treiben, oder mit den Pfoten oben drauf zu patschen und er den Ball so nicht richtig lenken oder gut vorwärts bewegen kann.

 

6.) Was kosten die Bälle? Und wo bekommt man sie?

Die Gymnastikbälle kosten zwischen 5 und 20 Euro. Je nach Größe und je nachdem, ob man Markenartikel im Fachhandel, Bälle in Internetshops oder in einem Discounter im Angebot kauft. Sie haben entweder glatte oder etwas angeraute Oberflächen. Beide eignen sich gleichermaßen und es entscheiden die persönlichen Vorlieben. Tendenziell halten die Markenbälle mehrere Jahre, die günstigen verlieren mit der Zeit ab und an etwas Luft. Ich mag die mit glatter Oberfläche lieber, da man sie wenn es matschig war besser wieder sauber bekommt. Und Hunde, die mit der Brust schieben wie mein Merlin bleiben an den rauen Bällen mit dem Fell immer etwas kleben, so dass sie Bälle mit glatter Oberfläche leichter schieben können.

Hier ein paar Links zu Gymnastikbällen, die fürs Treibball spielen geeignet sind, Mit etwas Glück findet man sie manchmal auch irgendwo im Angebot.

Bälle für sehr kleine Hunde mit einem Durchmesser von 18cm, 23cm, 28cm und 33cm findest Du in Kinderspielabteilungen, beim Kaufland, TEDI oder KIK etc.

Die nächste Größe wäre zum Beispiel der 42er von Pezzi, die Marke mag ich persönlich sehr. Es gibt alle Größen.

Wir spielen auch gerne die Bälle von Gymnic. Dieser Ball hier hat 55cm* und ist ideal für meine Border-Collies.

Wer es bunt liebt und einen günstigen 65er Gymnastikball* sucht, der wird hier fündig. Zur Qualität kann ich hier persönlich nichts sagen. Da ich diesen Ball noch nicht bestellt habe.

Wer einen Ball mit Punpe in verschiedenen Farben und Größen von 55 bis 85 cm* sucht, kann hier mal schauen. Auch diesen Ball habe ich persönlich noch nicht bestellt. aber Kunden von mir.

7.) Warum legen manche Ringe unter die Bälle?

Bälle sind rund… damit sie gut rolllen… das ist ja Sinn und Zweck. Doch dadurch rollen sie auch leicht weg. Zum Beispiel wenn es etwas windig ist, oder die Trainingsfläche abschüssig ist, oder man auf einem sehr glatten Untergrund (zum Beispiel in einer Trainingshalle auf Kunstrasen) spielt, oder wenn die Bälle vom vorbeilaufenden Hund leicht gestreift werden. Denn beim Treibball Freestyle geht es nicht nur ums Bälle schieben. Es gibt Spielvarianten bei denen die Hunde zunächst auf bestimmten Laufwegen um mehrere Bälle geschickt werden sollen, oder es müssen einzelne Bälle zunächst umrundet werden, bevor sie geschoben werden dürfen. Und da wäre es störend, wenn die Bälle zu leicht weg rollen, da dann die Formation nicht mehr gegeben ist.

Daher legen wir beim Training teilweise Ringe unter die Bälle, dann bleiben sie besser liegen. An Turnieren sind niedrige Ringe je nach Regelwerk sogar vorgeschrieben. Daher ist es sinnvoll das auch zu trainieren.

Auch für Beginner kann ein etwas höherer Ring unter dem Ball anfangs hilfreich sein, um ihm das Schubsen der Bälle beizubringen.

Morgen im 3. Türchen bekommst Du Informationen und Tipps dazu, was es alles an zusätzlichem hilfreichem Equipment und weiteren Trainingselementen fürs Treibball spielen gibt.

Mache gerne ein Foto oder Video davon oder berichte uns von Euren Trainings-Erlebnissen und Ergebnissen. In einem Kommentar unter dem heutigen Sammelbeitrag zum Thema “Stups und Warte” in der Treibball-Freestyle-Facebookgruppe.

Link zur Gruppe

Deine Anja und die Borderbuben

 

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