Treibball – der vielseitige Trendsport

Treibball ist eine faszinierende Sportart, die immer mehr Menschen und Hunde in ihren Bann zieht. Kleine, wie große Vierbeiner – egal welcher Rasse – haben viel Spaß am Spiel mit den bunten Bällen. Vom Papillon über Retriever, Königspudel bis zur Dogge und natürlich die klassischen Hüte- und Treibhunde.

Freizeitbeschäftigung für Jedermann und jeden Hund

Zu Beginn lernen die Hunde erst einen, dann zwei und immer mehr handelsübliche große Gymnastikbälle vor sich her zu ihrem Menschen und beispielsweise in ein Tor zu schubsen. Später auch mal geschickt über oder um Hindernisse herum. Oder auch einzelne oder mehrere Bälle auf immer wieder andere Art und Weise erstmal auf Distanz zu umrunden, bevor sie geschoben werden dürfen.

Bälle faszinieren Zwei- wie Vierbeiner. Warum sonst gibt es so viele Ballsportarten? So macht das Treiben der bunten Bälle auch just for fun viel Freude, auch mit nur einem, zwei oder drei Bällen. Denn es gibt zahlreiche Spielideen und Varianten, die für Abwechlsung sorgen. Ganz nebenbei übst Du mit Deinem Hund spielerisch von Anfang an verschiedenen Grundfertigkeiten. Eine gute Vorbereitung, falls Du mit ihm später vielleicht doch mal an einem Turnier teilnehmen möchtest.

 

Treibball als Turniersport

Die Bälle haben einen Durchmesser von ca. 30 bis 75 cm – je nach Größe des Hundes. Du möchtest Treibball nicht nur just for fun betreiben, sondern auch als Turniersport? Dann muss dein Hund später in den unterschiedlichen Klassen drei, sechs oder acht der großen Bälle zu Dir in ein Tor treiben. Und das in möglichst kurzer Zeit und über eine Distanz von 8, 15 oder 20 Metern. Zum Teil sind die Bälle an Wettbewerben auch in einer bestimmten Reihenfolge zu spielen oder müssen vor dem Treiben noch ganz gezielt umrundet werden. Es ist also nicht nur schnell sein gefragt, sondern auch Geschicklichkeit und gutes Teamwork. Darüber hinaus gibt es an Turnieren meist abwechslungsreiche Treibball-Spiele mit immer wieder neuen Aufgaben. So wird Treibball nie langweilig und bringt immer wieder neue Herausforderungen mit sich.

Den Grundgehorsam und Impulskontrolle fördern

Treibball ist eine sehr abwechslungsreiche und sinnvolle gemeinsame Beschäftigung bei der spielerisch und fast nebenbei auch der Grundgehorsam gefestigt wird. Zu den wichtigsten Übungen zählen das „Voraus“ senden, sich auf Distanz nach „Rechts“ und „Links“ schicken lassen, Impulskontrollübungen wie „Stopp“, „Anker“ oder „Warte“. Und natürlich das geschickte Treiben und Lenken der Bälle. Einige der Übungen sind zudem äußerst hilfreich im Alltag. Denn die Hunde lernen beim Treibball unter anderem reizvolle sich schnell bewegende Objekte auch mal zu ignorieren oder sich von ihnen jederzeit abrufen zu lassen. Und dass, obwohl so mancher Vierbeiner in vergleichbaren Situationen doch viel lieber dem Objekt, das ihn reizt, hinterherlaufen würde. So lassen sich die Hunde mit der Zeit meist auch viel besser bei Begegnungen mit Joggern, Radfahrern, Krähen oder Hasen auf einem Feld kontrollieren. Oder zum Beispiel auch auf Distanz im Freilauf problemlos an den Wegesrand in eine Warteposition dirigieren.

Freizeitbeschäftigung für Jung bis Alt

Mit all seinen Facetten, die das Training bietet, lastet es deinen Hund rundherum aus. Beim Treibball geht es unter anderem um viel Bewegung, Geschicklichkeit, klare Kommunikation und gutes Teamwork. Da die Hunde nicht springen müssen, belastet es die Gelenke kaum. So kann man bereits mit einem sehr jungen Hund spielerisch mit allgemeinen Übungen, die die Grundfertigkeiten trainieren und dem Anstupsen der Bälle beginnen. Auch ältere Zwei- und Vierbeiner, die Ihr bisheriges Hobby aufgrund erster Wehwehchen langsam aufgeben müssen, finden beim Treibball-Training neue Herausforderungen. Sie fordern geistig und halten körperlich fit. Treibball ist insbesondere für den Menschen körperlich deutlich weniger anstrengend, als zum Beispiel der Turnierhundsport oder Agility.

Treibball in Verbindung mit anderen Hundesportarten

Treibball ist auch eine tolle Ergänzung zu vielen beliebten Sport- und Beschäftigungsarten. So können die Distanzübungen zum Beispiel hilfreich sein, dass Dein Hund sich zukünftig auch im Agility-Parcours besser auf Distanz von Dir führen und leiten lässt. Und auch das Longiertraining lässt sich wunderbar mit Treibball kombinieren, ebenso wie Dummyarbeit oder Tricks.

 

Der Ball als Mittel zum Zweck

Es ist wichtig von Anfang an darauf zu achten, dass die Hunde – insbesondere zu Beginn – nie alleine mit den Bällen spielen oder gar ziellos damit herumtoben und sich selbst bespaßen. Denn für viele Hunde ist das Treiben der Bälle ganz schnell selbstbelohnend. Und dann kann es passieren, dass sie sich auch später lieber alleine mit den Bällen vergnügen wollen oder sie gar kaputt machen, statt mit ihrem Menschen und ihm die Bälle zuzuspielen. Treibbälle sind kein überdimensionales Spielzeug! Die Belohnung im Training ist je nach Vorlieben des Hundes ein anderes Spielzeug oder Futter.

Das herausfordernste am Treibball ist das Arbeiten auf Distanz. Das heißt, dass sich Dein Hund auch auf größere Entfernung zuverlässig dirigieren lässt und genau darauf achtet, welchen Ball er als nächstes zu Dir treiben darf. Oder auch welche Übung oder welcher Trick davor noch gefragt sind. Es geht nicht darum einfach loszurennen und wild die Bälle mehr oder weniger ziellos durch die Gegend zu schießen.

Abwechslung ist Trumpf

Treibball ist nicht nur als Turniersport, sondern auch just for fun sehr reizvoll. So zum Beispiel beim Treibball Freestyle oder den Treibball-Challenges by Anja Jakob. Es gibt zahlreiche Spielideen, bei denen die Hunde auch mit nur einem, zwei, drei oder vier Bällen und weiterem Equipment ganz viel Spaß haben können. Zum Einsatz kommen zum Beispiel Targets, Eimertonnen oder mobile Banden. Ganz nebenbei übt man dabei spielerisch und abwechslungsreich die verschiedenen Grundfertigkeiten, die es braucht, um später auch an Turnieren bis zu acht große Gymnastikbälle gezielt und geschickt auch aus großer Distanz und in möglichst kurzer Zeit in ein Tor zu treiben.

Mit einer Prise Kreativität gestaltet sich Treibball in seinen Freestyle-Varianten und bei den Treibball-Challenges immer wieder neu. Die Hunde können zum Beispiel einen oder mehrere Bälle vor dem Treiben auch in verschiedenen Formationen umrunden, auf dem Spielfeld versteckte Bälle suchen, Bälle durch einen Agility-Tunnel, um Hindernisse herum, über einen Steg oder eine Wippe ins Tor bugsieren. Es gibt Spiel-Varianten mit farbigen Bällen und passenden Toren, bei denen man den Hund zu Bällen mit einer bestimmten Farbe dirigieren muss. Auch Teamspiele mit mehreren Mitspielern sind möglich.

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Du lernst erste Treibball-Übungen, und wie Du Deinem Hund beibringst einen großen Ball zu Dir zu schieben.